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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Pressestimmen zu Maß für Maß

24 SEP 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  08:00 h;
veröffentlicht in: Schauspiel, Allgemein

Lars Eidinger, Gert Voss, Foto: Arno Declair
Poetisches Menschenexperiment: Thomas Ostermeier triumphiert mit Maß für Maß in Salzburg. (…) An Jenny Königs Isabella fasziniert das schön Unbeirrbare, dass sie eben nicht als bigott oder als Hysterikerin denunziert wird, deren Weh und Ach aus einem Punkt zu kurieren wäre. (…) Gert Voss ist als Vincentio schlichtweg grandios, derlei kann niemand sonst. – Die Welt

Dem gewaltigen Gert Voss zuzusehen, in seiner ganzen künstlerischen Monstrosität und auch Eitelkeit, ist ein Schauspiel für sich. (…) Wie Eidinger als Angelo völlig ungeschönt Selbstanalyse betreibt und mit sich ringt, mit glasklarer Gedankenschärfe Fleisches- und Herzenslust, Status und Stellung reflektierend, ist von großer Tiefe und Intensität. … Süddeutsche Zeitung

Ein feiner Schauspiel- und Schweinehälftenvorführabend. (…) Voss vermisst so lässig wie leichthändig den Zwischenzeilensinn, dass es eine Freude ist: Jedes Wort ist butterweich auf der Kante zwischen Ironie und Bitterernst platziert. Eidinger pendelt seine Figur elegant zwischen Selbstsicherheitslust und Zweifelattacken aus. Erst sitzt der Anzug prinzipienstramm, dann dröselt er den Sittenstrengen zum schwitzhaarigen, schweinsblutverschmierten Machtmissbraucher auseinander. – Frankfurter Rundschau

Schauspielstar Gert Voss ist das Maß aller Dinge in Maß für Maß bei den Salzburger Festspielen. (…) Thomas Ostermeier erzählt diese irrsinnige Geschichte – die Neuübersetzung von Marius von Mayenburg ist brillant – sachlich und konzentriert. Die Gags – etwa eine Anspielung auf kirchlichen Kindesmissbrauch – sind präzise und lenken nie ab. – Kurier

Eine überwältigend starke Premiere! Dass Gert Voss als Herzog Vincentio das Epizentrum sein würde, ist klar. Doch auch das junge Ensemble macht sich gut. (…) Später hängt eine Schweinhälfte im Kronluster (…) Doch Schein und Schwein, das ist nicht nur Regie-Jux-Tollerei von Thomas Ostermeier, sondern macht Sinn. – Kronen Zeitung

Was Thomas Ostermeier da in der mit angeschmuddeltem Gold ausgeschlagenen Bühnenkiste von Jan Pappelbaum, mit dem stets einsatzbereiten Wasserschlauch, und dem Kronleuchter, an dem auch schon mal eine Schweinehälfte baumelt, entfesselt, ist virtuoses Mimentheater. – Wiener Zeitung

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