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PROGRAMMDETAIL

Ouverture spirituelle • Östliches Christentum IV: Koptische Hymnen und äthiopische Gesänge

AUFFÜHRUNG

  • 30. Juli 2016, 20:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Kollegienkirche

PROGRAMM

Koptische Hymnen
Ten ou osht | Hymnus an die Trinität
Epouro | Friedenshymnus
Shere ne Maria | Marienhymnus
Pekethronos | Psalm am Karfreitag
Christos Anesti | Osterhymnus zur Auferstehung Christi
Pi epnevma | Pfingsthymnus an den Heiligen Geist
Asoamin to Kirio | Kommuniongesang zu Pfingsten und währen der Apostelfastenzeit

Äthiopische Gesänge
Abatatchen Hoy | Unser Vater im Himmel
Tèw semagn hagèré | Hört mich an, meine Landsleute
Selè senè fetrèt | Über die Schöpfung
Kèto ayqèrem motu | Du sollst nicht vom Tod verschont bleiben
Man yemèramèr? | Wer kann Dein Wort, Deine Tat hinterfragen?

Gesänge des Heiligen Yared
Meltan | Dies ist ein herrlicher Tag
Amelales | Wahrhaftig und es ist richtig
Araray | Der Herr antwortete Hiob
Quen Araray | Das Zeichen von Gottes Sohn haltend!
Selam | Möge der Frieden des Vaters
Wereb | Ich werde euch meinen Frieden geben
Mezmur | Du wurdest zur Bleibe Gottes

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 23:25 Uhr.

Programm drucken (PDF)

INTERPRETEN

Michael Ghattas, Leitung
Koptisch-Orthodoxer Chor für sakrale Musik (Ägypten)
Alèmu Aga, Bèguèna
Chœur de Saint Yaréd (Äthiopien)

ZUR PRODUKTION

Die koptische Musik bildet den Ausklang und die Fortsetzung der altägyptischen Musiktradition, sowohl in ihrem geistlichen wie auch im weltlichen Bereich. Dabei werden in der liturgischen Musik bis heute zwei Schlaginstrumente verwendet: die Triangel und das Becken, welche die Gesänge unterstützen, aber niemals dominieren. Die koptische Musik wurde jahrhundertelang ausschließlich mündlich überliefert, wobei neben der Melodie auch die Vortragsweise wie Klangfarbe, Verzierung und Tempo festgehalten wurde. Die Wortakzente liefern den metrischen Bau der Melodien und bestimmen sowohl den Rhythmus wie auch die musikalischen Akzente. Die verschiedenen Texte – man unterscheidet Bibeltexte, Gebete und Hymnen – können auf unterschiedliche Arten vorgetragen werden, sei es solistisch oder chorisch, als Responsorialgesang oder als Antiphonalgesang. In seinem Konzert wird der Koptisch-Orthodoxe Chor für sakrale Musik ausgewählte Melodien aus der spirituellen koptischen orthodoxen Musik und Hymnen in koptischer und arabischer Sprache präsentieren.
Die liturgischen Gesänge der koptisch-orthodoxen Kirche gehen auf den Heiligen Yaréd zurück, der im sechsten Jahrhundert in Aksum lebte und wirkte. Nach dem Fall des Königreichs Aksum im 12. Jahrhundert flüchteten die Könige aus der Dynastie Zagwe in ein Gebiet südöstlich von Aksum, wo die Stadt Lalibela (früher Roha) als „Neu-Jerusalem“ des nordafrikanischen christlichen Volkes entstand und den koptischen Christen in Äthiopien Schutz bot. Heute bilden die äthiopischen Tewahedo-Orthodoxen mit fast 40 Millionen Gläubigen die größte christliche Kirchenfamilie des orientalischen Raums. Mit den nordafrikanischen Vokalisten kommt Alèmu Aga, ein Spieler der Bèguèna, des ältesten Musikinstruments Äthiopiens, das der Legende nach von jener „Harfe“ abstammt, die vor 3000 Jahren der spätere König David gespielt hat. Bis heute erklingt die Bèguèna im Rahmen von religiösen Festlichkeiten, jedoch immer außerhalb der Kirche, der die Gesänge des Heiligen Yaréd vorbehalten sind.




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