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PROGRAMMDETAIL

Giacomo Puccini Manon Lescaut

Oper in vier Akten von Giacomo Puccini (1858–1924)
Text von Ruggero Leoncavallo (1857–1919), Marco Praga (1862–1929), Domenico Oliva (1860–1917), Luigi Illica (1857–1919), Giuseppe Giacosa (1847–1906), Giulio Ricordi (1840–1912) und Giuseppe Adami (1878–1946) nach dem Roman Histoire du chevalier des Grieux et de Manon Lescaut des Abbé Prévost (1697–1763)

Konzertante Aufführung

Mit deutschen und englischen Übertiteln

Nach der Aufführung am 7. August findet eine Gala-Soiree zu Ehren von Anna Netrebko in der Salzburger Residenz statt. Der Reinerlös fließt in die Jugendarbeit der Salzburger Festspiele.

Dauer der Oper ca. 2 Stunden und 50 Minuten.

AUFFÜHRUNGEN

  • 01. August 2016, 19:30 Uhr
  • 04. August 2016, 19:30 Uhr
  • 07. August 2016, 16:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Marco Armiliato, Musikalische Leitung
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung

BESETZUNG

Anna Netrebko, Manon Lescaut
Yusif Eyvazov, Renato Des Grieux
Armando Piña, Lescaut
Carlos Chausson, Geronte di Ravoir
Benjamin Bernheim, Edmondo
Erik Anstine, Oste / Sergente
Patrick Vogel, Maestro di ballo / Lampionaio
Szilvia Vörös*, Musico
Simon Shibambu* , Commandante

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Münchner Rundfunkorchester
*Teilnehmer des Young Singers Project

ZUR PRODUKTION

„Meine Schuld wird in Vergessenheit geraten, doch meine Liebe stirbt nicht.“ Mit diesen Worten endet Manons Leben in Puccinis 1893 uraufgeführter Oper. Vorausgegangen war eine lange Auseinandersetzung des Komponisten mit diesem von Abbé Prévost 1731 literarisch zum Leben erweckten Rokokogeschöpf, dessen zu Papier gebrachter Lebenswandel trotz der Apostrophierung als „abscheuliches Buch“ bald zum meistgelesenen Liebesroman reüssierte, und dessen Empfindsamkeit eine Fortführung u. a. in Goethes Werther oder Rousseaus Julie ou la Nouvelle Héloïse finden sollte. Auch Puccini findet anhand dieser Gestalt zu einem neuen Darstellungsstil. Was er auf die Bühne bringt, ist keine der Prévost’schen Erzählung folgende, kontinuierliche Handlung, sondern ein Stationendrama. Vier Momente aus dem Leben der Manon greift er auf, deren logische Aufeinanderfolge im Libretto bei genauer Kenntnis der Vorlage zwar nachvollziehbar ist, letzten Endes aber unwesentlich wird. Diese vier Momente zeigen das Liebespaar jeweils auf der Flucht. Glückt im ersten Akt noch die Flucht Des Grieux’ mit Manon, um der Entführung durch Geronte zu entgehen, so wird sie im zweiten Akt bereits vereitelt. Manons Unfähigkeit, sich vom Luxus, der sie in Gerontes Haus gezogen hat, trennen zu können, führt zu ihrer Verhaftung und dem Deportationsbefehl. Im dritten Akt misslingt der Versuch ihrer Befreiung, doch scheint noch einmal der Weg offen für eine gemeinsame glückliche Zukunft, indem Des Grieux ihr in die Verbannung folgen kann.

Doch auch hier befinden sie sich auf der Flucht, Des Grieux ist um Manons willen zum Mörder geworden, über die Hintergründe erfahren wir nichts. Es geht einzig und allein noch um das Liebesdrama zweier Menschen in einem nur von der Musik bestimmten Raum, einer Musik, die von der tiefen Verzweiflung spricht und gleichzeitig jenes Glück ahnen lässt, das den Liebenden verwehrt blieb.

Ronny Dietrich



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