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PROGRAMMDETAIL

Stabat mater

AUFFÜHRUNG

  • 08. Juni 2014, 12:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

PROGRAMM

GIUSEPPE VERDI • Libera me für Sopran, Chor und Orchester (1869)

GIOACHINO ROSSINI • Stabat mater für Soloquartett, Chor und Orchester (1832/42)

INFORMATION

Konzertende ca. 13:20 Uhr

Programm drucken (PDF)

ZUR PRODUKTION

Der Tod von Gioachino Rossini am 13. November 1868 erschütterte die musikalische Welt und Giuseppe Verdi lud die seinerzeit zwölf bedeutendsten Komponisten Italiens zur Gemeinschaftskomposition einer Totenmesse ein, der sogenannten Messa per Rossini. Er selbst übernahm in diesem Requiem die Vertonung des Libera me. Die am ersten Todestag Rossinis geplante Uraufführung in Bologna kam jedoch wegen widriger Umstände nicht zustande und das Manuskript geriet in Vergessenheit. Verdi allerdings griff seinen Beitrag wieder auf, der – nun sehr viel größer besetzt – zur Keimzelle seiner Messa da Requiem wurde.

Unter den geistlichen Kompositionen Rossinis ragt als erstes Hauptwerk sein Stabat mater heraus. Nach der Uraufführung – so überliefert Stendhal – habe ein begeisterter Priester gegenüber dem Komponisten geäussert: „Rossini, wenn Sie mit diesem Werk in der Hand an die Himmelstüre klopfen, so wird Petrus trotz all Ihrer Sünden nicht umhin können, sie sogleich zu öffnen“. Doch den Begeisterungsstürmen, die das Werk in den südlichen Ländern weckte, stand harsche Kritik aus dem Norden gegenüber. „Die Behandlung sey zu weltlich, zu sinnlich, zu spielend für den geistlichen Stoff, sie sey zu leicht, zu angenehm, zu unterhaltend“, zitiert Heinrich Heine die Kritiker und fährt fort: „So stöhnen die Klagen einiger schweren langweiligen Kritikaster, die wenn auch nicht absichtlich eine übertriebene Spiritualität erheucheln“. Rossini jedenfalls verleugnet seine südländische Sinnlichkeit in diesem sakralen Werk durchaus nicht, in dem a-cappella-Passagen mit bravourösen Arien, Fugen mit Belcanto abwechseln.



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