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PROGRAMMDETAIL

Nicolas Liautard • Schneewittchen

Nach den Gebrüdern Grimm
Ein Stück für Kinder ab 7 und Erwachsene
Ohne Worte

Gastspiel La Nouvelle Compagnie

Koproduziert von:
Le Théâtre Paul Eluard de Choisy-le-Roi, La Scène Watteau à Nogent sur Marne, Le Théâtre A. Malraux de Chevilly-Larue, Le Théâtre A. Dumas de Saint-Germain-en-Laye, La Ferme de Bel Ebat Théâtre de Guyancourt

Dauer des Schauspiels ca. 1 Stunde 10 Minuten.

PREMIERE

  • 15. August 2013, 18:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 17. August 2013, 17:00 Uhr
  • 18. August 2013, 17:00 Uhr

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LEADING TEAM

Nicolas Liautard, Konzeption und Regie
Damien Caille-Perret, Nicolas Liautard, Bühnenbild
Bruno Rudtmann, Lichtdesign
Damien Caille-Perret, Video, Puppen und Bauten
Jacques Cassard, Sounddesign
Séverine Thiébault, Kostüme
Philippe Hertel, Georges Poirier, Cyril Cattai, Miguy Ville, Damien Costa, Tiertrainer

ZUR PRODUKTION

Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die Brüder Jacob und Willhelm Grimm, angeregt durch die Romantiker Clemens Brentano und Achim von Arnim, mit ihrer Sammlung bis dahin nur mündlich überlieferter Märchen, die sie 1812 unter dem Titel Kinder- und Hausmärchen erstmals veröffentlichten.
Der Eisenofen, Die weiße Schlange, Die drei Männlein im Walde, Wie Kinder Schlachtens miteinander gespielt haben, Der singende Knochen, Das Mädchen ohne Hände, Das Totenhemdchen, Die Alte im Wald, Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein, Der Eisenhans, Das junggeglühte Männlein, Der gläserne Sarg heißen sie u. a., und nur schon diese wundersamen Titel lösen in uns die Vorstellung einer anderen, dunkleren Welt aus.

Die Bilder, die uns innerste Vorgänge evozieren, im Traum oder im Wachen, scheinen universellen Archetypen, Mustern, Strukturen und Symbolen anzugehören. Zu ihnen gehören auch die Märchen.
Sie bannen und bilden zugleich eine innere Natur ab, die wir nicht zu bändigen wüssten, wäre sie befreit, und die wir scheinbar gefahrlos betrachten dürfen, solange sie uns in phantastischem Gewande erscheint.
Lange vor Erfindung der Psychologie wussten die Alchemisten: „Obscurum per obscurius, ignotum per ignotius“, was in etwa bedeutet: „Dunkles durch Dunkleres erhellen, Unbekanntes durch Unbekannteres erkennen“.
Gute Märchen finden ihre Entsprechung im Zuhörer. Man sagt, dies sei heilsam. Besonders wenn es sich um grausame Märchen handle. Im Inneren agierten besonders Kinder Konflikte, die in den Bildern des Märchens symbolisiert und verschlüsselt vorliegen, aus. Aber ob heilsam oder nicht: Märchen gehören zu uns.
Sie entspringen und münden in der gleichen Quelle und halten uns mit ihr in Kontakt.
Sie erreichen uns aus einer ungewiss zurückliegenden Vorzeit, sie heben mit dem Verweis: „Es war einmal“ an und sie stellen die ungebrochene Vitalität ihrer Protagonisten mit dem Ende: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ in Aussicht. Diese Formeln verstärken den Eindruck, Märchen gehörten keinem sterblichen Erzähler mehr, führten ein unabhängiges Leben in einem ewigen „Heute“.
Schneewittchen – ihre Haut weiß wie Schnee, ihre Lippen rot wie Blut und ihre Haare schwarz wie Ebenholz – lebt jedenfalls in Nicolas Liautards unheimlicher und wortloser Bildwelt, die Kindern und Erwachsenen einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen wird.

Der Regisseur Nicolas Liautard hat letztes Jahr mit seiner Inszenierung von Meine Bienen. Eine Schneise bei den Festspielen für Aufmerksamkeit gesorgt. Dieses Jahr haben wir ihn mit Schneewittchen (Blanche-Neige) eingeladen, das in Zusammenarbeit mit seiner Theatergruppe La Nouvelle Compagnie entstanden ist und für den „Molière“, den begehrtesten Theaterpreis Frankreichs, in der Kategorie Jugend- und Kinderstück nominiert war. Seit seiner Premiere im Jahre 2010 hat es Kinder und Erwachsene jeden Alters begeistert. Sprachbarrieren wird es nicht geben – diese bildmächtige Aufführung (ge)braucht keine Worte!

Sven-Eric Bechtolf




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