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PROGRAMMDETAIL

Händl Klaus/Franui • Meine Bienen. Eine Schneise

Auftragswerk der Salzburger Festspiele
Uraufführung

Auftragswerk der Salzburger Festspiele

Uraufführung

Ende voraussichtlich um 21.15 Uhr – keine Pause.

PREMIERE

  • 23. August 2012, 19:30 Uhr

URAUFFÜHRUNG

  • 23. August 2012, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 25. August 2012, 19:30 Uhr
  • 27. August 2012, 19:30 Uhr
  • 29. August 2012, 19:30 Uhr
  • 30. August 2012, 19:30 Uhr
  • 31. August 2012, 19:30 Uhr

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Händl Klaus, Autor
Nicolas Liautard, Regie
Giulio Lichtner, Nicolas Liautard, Bühnenbild
Marie Odin, Kostüme
Andreas Schett, Markus Kraler, Komposition
Andreas Schett, Musikalische Leitung
Jérémie Papin, Lichtdesign

BESETZUNG

Stefan Kurt, Peter
André Jung, Wim
Brigitte Hobmeier, Kathrin
Ein Wiltener Sängerknabe, Lukas
Franui Musicbanda
Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette
Andreas Fuetsch, Tuba
Romed Hopfgartner, Altsaxophon, Klarinette
Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon
Angelika Rainer, Harfe, Zither, Gesang
Bettina Rainer, Hackbrett, Gesang
Markus Rainer, Andreas Schett, Trompete, Kornett, Gesang
Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang
Nikolai Tunkowitsch, Violine

ZUR PRODUKTION

Vaterlos sind die Bienen: Königin und Arbeiterinnen bilden ihren sammelwütigen Staat, ein großes Matriarchat. – Allein mit der Mutter lebt Lukas im Wald. Sein Vater ist ihm unbekannt; das Kind ist zwar im Weitsprung begabt, aber die Sprünge gehen ins Leere: Hartnäckig schweigt seine Mutter auf Fragen nach dem Unbekannten, der sich längst in Lukas zeigt – im gewaltbereiten Kind, das da nach Mutters Plan von der Natur erzogen wird. Dieses Kind, in Phantomschmerz gehalten, muß sich wehren, und also greift „die Natur“:
Asche stiebt auf, als Lukas daherspringt. Hier hat es schrecklich gebrannt; weiß und wüst liegt der riesige Tatort – die verhaßte Natur ist getroffen. Vierzehn Bienenstöcke standen am Waldrand; jetzt, von unbekannter Hand zerstört, glosende Stümpfe, rufen sie mit Peter einen gründlichen Inspektor, in Lukas’ Augen den möglichen Vater, auf den – heimlich geschmiedeten? – Plan: einen Ermittler – der Mutter verbunden? – in eigener Sache?
Als auch Wim, der Wanderimker, „noch so ein Vater“, gewesener Häftling, erscheint, setzt die große, von allen ersehnte Suchbewegung ein. Alle sind dabei verdächtig: mögliche Täter, wie sie sammeln und reden. Aus ihren Spuren, die weit zurück reichen, und den Schlüssen, die sie ziehen, entsteht ein zitterndes Bild, von Bienen erwidert – die sie umkreisen.

Händl Klaus
Händl Klaus (*1969 in Rum/Tirol) lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee (Schweiz). Nach der Schauspielausbildung in Wien folgte ein Engagement am dortigen Schauspielhaus. Sein Hörspiel Kleine Vogelkunde (ORF) wurde als Hörspiel des Jahres 1996 ausgezeichnet. Für den Erzählband (Legenden) erhielt er den Rauriser Literaturpreis und den Robert-Walser-Preis. Beim Filmfestival in Locarno 2008 erhielt er für seinen Film März den Leoparden für den besten Erstlingsfilm. 2004 wurde (Wilde) Mann mit traurigen Augen mit dem Buchpreis der deutschsprachigen Literaturkommission des Kantons Bern ausgezeichnet, der 2006 auch an Dunkel lockende Welt vergeben wurde. 2004 wurde Händl Klaus von Theater heute zum besten Nachwuchsautor und 2006 zum Dramatiker des Jahres gewählt. 2007 erhielt er den Großen Literaturpreis des Landes Tirol, die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg sowie den Welti-Dramatikerpreis der Stadt Bern.

Musicbanda Franui
Die Osttiroler Musicbanda Franui, bekannt geworden durch ihre Neu-Interpretation von Schubert-, Brahms- und Mahlerlieder,­ verwandelt die Bienengeschichte von Händl Klaus in ein Musikstück: Dabei verbindet sich Franuis einmalige Klangbatterie (die besondere Mischung aus Holz- und Blechbläsern, Saiteninstrumenten und Streichern) erstmals mit einem Knabensopran. Und: Die musikalischen Vorgänge im Bienenstock ­ vom hellen Gesang der Königin bis hin zum metallischen Klang von Schlagwerk, das der Imker beim Einfangen eines Bienenschwarms zuweilen in die Hand nimmt dienen Franui als Grundlage für die Erfindung einer musikalischen Welt, in der Vertrautes verdunkelt erscheint und Fernes plötzlich in die Nähe rückt.




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