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PROGRAMMDETAIL

Wolfgang A. Mozart • Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten KV 527
Libretto von Lorenzo Da Ponte

Neueinstudierung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer der Vorstellung ca. 3 Stunden 30 Minuten.

PREMIERE

  • 18. August 2011, 15:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 20. August 2011, 15:00 Uhr
  • 23. August 2011, 18:00 Uhr
  • 27. August 2011, 18:00 Uhr
  • 29. August 2011, 18:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Haus für Mozart

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Yannick Nézet-Séguin, Musikalische Leitung
Claus Guth, Regie
Christian Schmidt, Bühnenbild und Kostüme
Olaf Winter, Licht
Ronny Dietrich, Dramaturgie
Ramses Sigl, Choreografie
Jörn Hinnerk Andresen, Choreinstudierung

BESETZUNG

Gerald Finley, Don Giovanni
Franz-Josef Selig, Il Commendatore
Malin Byström, Donna Anna, Don Ottavios Verlobte
Joel Prieto, Don Ottavio
Dorothea Röschmann, Donna Elvira, Dame aus Burgos
Erwin Schrott, Leporello, Don Giovannis Diener
Adrian Sâmpetrean (23.08), Leporello, Don Giovannis Diener
Christiane Karg, Zerlina
Adam Plachetka, Masetto
Felice Venanzoni, Continuo Hammerklavier
Antje Strömsdörfer, Mandoline
Wiener Philharmoniker
Mitglieder der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Zwar von Mozart und Da Ponte nicht als Zyklus geplant, sind Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte in unserem Bewusstsein zu einer unerhörten Trilogie zusammengewachsen, in der uns Mozart vor Augen führt, wie es um das menschliche Miteinander bestellt ist, und uns Konzepte jenseits der gesellschaftlichen Verabredungen anbietet. Mit Don Giovanni spannt Mozart die im Figaro demonstrierten Möglichkeiten einer sich kompromisslos dem Eros anvertrauenden Lebensform ins Extrem, an deren Ende auch Thanatos seine Rechte geltend macht. Das Akzeptieren der Zusammengehörigkeit dieser beiden Lebenspole strahlt von Giovanni auf seine Mitwelt, indem sich die anderen ihrer Defizite innewerden.
Wurde Don Juan zur Lust und Befriedigung des Publikums lange Zeit mit der Höllenfahrt gebührend bestraft, so misst Mozart seinem Don Giovanni eine neue Dimension zu. Bei ihm wird der Bösewicht nachgerade zum Sympathieträger, eine Spur, die nachfolgende Dichter und Denker aufgegriffen haben. Sicher – Mozart wäre nicht Mozart, hätte er nicht auch in diesem Wesen den Funken Gottes entdeckt. Ist Mozarts Don Giovanni vielleicht doch kein Mythos oder – wie Søren Kierkegaard ihn begreift – eine Ur-Gewalt, Eros oder Dionysos ähnlich, sondern schlicht und einfach ein Mensch, der um die Endlichkeit seiner Existenz weiß und deshalb seine Spanne Leben auskosten will?

Ronny Dietrich

VIDEO

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