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PROGRAMMDETAIL

Dichter zu Gast – Blick ins innere Österreich
Linz / Oberösterreich 34 – Zeugnisse des Bürgerkriegs

In deutscher Sprache

In Zusammenarbeit mit Das Kino

AUFFÜHRUNG

  • 08. August 2010, 18:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

DAS KINO

Programm drucken (PDF)


Michael Scharang: Die Kameraden des Koloman Wallisch (Ö 1984)

Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit Franzobel, Brigitte Kepplinger und Claudio Magris

 

BESETZUNG

Franzobel, Brigitte Kepplinger, Claudio Magris

ZUR PRODUKTION

Der Arbeiteraufstand oder, je nach Betrachtungsweise, Österreichische Bürgerkrieg, der im Februar 1934 gegen den christlichsozialen Austrofaschismus in Linz seinen Anfang nahm und ob seiner Grausamkeiten bis heute dunkle Schatten wirft, führte zu einer gesellschaftlichen Trennung, mit Auswirkungen bis hin zum „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland und die territoriale Trennung des Landes in der Nachkriegszeit. Eine der wenigen filmischen Reflexionen dieser Zeit ist Michael Scharangs Geschichte Die Kameraden des Koloman Wallisch von 1984. Franzobel, Romancier, Lyriker und Dramatiker, schrieb das 2005 aufgeführte Theaterstück hunt oder Der totale Februar über den Schutzbundführer Ferdinand Fageth. Brigitte Kepplinger, Historikerin und Soziologin an der Universität Linz, Franzobel und Claudio Magris nähern sich den Lebensläufen dieser Figuren und ihrer Fernwirkung.


Drei Filme bilden den Ausgangspunkt für eine Annäherung an Wendepunkte der österreichischen Geschichte, die zugleich zu Schnittstellen in der Biografie von Menschen wurden, weil deren Leben durch die historischen Ereignisse in andere Bahnen gelenkt wurde – Bahnen, die bis in die Gegenwart führen. Claudio Magris, der sich von seiner frühen Erzählung Mutmaßungen über einen Säbel bis zu seinem jüngsten Roman Blindlings als obsessiver Fährtenleser solcher Umschläge der großen Geschichte in die reale Lebensgeschichte einzelner Menschen erwies, begegnet an drei Abenden österreichischen Künstlern und Wissenschaftlern, die mit ihm gemeinsam auf Spurensuche gehen: Wien, Linz und Salzburg sind jene Regionen, die ins Innere eines Landes führen, das mehr ist als die Summe seiner Widersprüche. Eine Begegnung mit Zeugnissen einer Geschichte, die nicht vergeht.



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