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PROGRAMMDETAIL

Alban Berg • Lulu

Bitte beachten Sie: Der Beginn der Vorstellungen wurde von 20.00 Uhr auf 19.00 Uhr vorverlegt!

Neuinszenierung
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

PREMIERE

  • 01. August 2010, 19:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 04. August 2010, 19:00 Uhr
  • 06. August 2010, 19:00 Uhr
  • 11. August 2010, 19:00 Uhr
  • 14. August 2010, 19:00 Uhr
  • 17. August 2010, 19:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Felsenreitschule

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Marc Albrecht, Musikalische Leitung
Vera Nemirova, Regie
Daniel Richter, Bühnenbild
Klaus Noack, Kostüme
Manfred Voss, Licht
Jens Schroth, Dramaturgie
Sonja Nemirova, Dramaturgische Mitarbeit

BESETZUNG

Patricia Petibon, Lulu
Tanja Ariane Baumgartner, Gräfin Geschwitz
Cora Burggraaf, Eine Theatergarderobiere
Cora Burggraaf, Ein Gymnasiast
Cora Burggraaf, Ein Groom
Pavol Breslik, Der Maler
Pavol Breslik, Ein Neger
Michael Volle, Dr. Schön, Chefredakteur
Michael Volle, Jack
Thomas Piffka, Alwa, Dr. Schöns Sohn, Komponist
Franz Grundheber, Schigolch, ein Greis
Thomas Johannes Mayer, Ein Tierbändiger
Thomas Johannes Mayer, Ein Athlet
Heinz Zednik, Der Prinz
Heinz Zednik, Der Kammerdiener
Andreas Conrad, Der Marquis
Martin Tzonev, Der Theaterdirektor
Martin Tzonev, Der Bankier
Emilie Pictet, Eine Fünfzehnjährige
Cornelia Wulkopf, Ihre Mutter
Astrid Monika Hofer, Eine Kunstgewerblerin
Simon Schnorr, Ein Journalist
Gerhard Peilstein, Der Medizinalrat
Gerhard Peilstein, Der Professor
Gerhard Peilstein, Der Polizeikommissär
James Cleverton, Ein Diener
Wiener Philharmoniker

ZUR PRODUKTION

Jetzt, wo ich es überblicke, bin ich erst recht von der tiefen Moral des Stückes überzeugt, Lulus Auf- und Abstieg hält sich die Waage; in der Mitte die große Umkehr, bis sie schließlich – wie Don Juan – vom Teufel geholt wird. Ich sage absichtlich – wie Don Juan – nicht um mich, um Gotteswillen!!! mit Mozart zu vergleichen, sondern nur, um die zwei Figuren Lulu und Don Juan gleichzustellen.“ (Alban Berg, 1934)

Wedekinds Lulu-Tragödien thematisieren die unbedingte Kraft des Eros in mythischer Eindringlichkeit. 1928 bestimmte Berg sie als Vorlage für seine zweite Oper, die 1934 im Particell vollendet war; bis zu seinem Tod konnte er allerdings nur die ersten beiden Akte fertig orchestrieren.
Lulu umgibt die verführerische Aura des Naturhaft-Ungezähmten. Eine erinnerungslose „Nachtwandlerin der Liebe“ (Karl Kraus), die sich jenseits konventioneller Moral bewegt, scheint sie für ihre männliche Umwelt nur als Projektion, als Bild zu existieren und entzieht sich doch jeder Kontrolle: Lulu bringt die Männer aus der Fassung, verhöhnt ihre Besitzansprüche, erschüttert ihre bürgerliche Ordnung. Und so wird Vergeltung geübt: Lulus gesellschaftlichem Aufstieg folgt ihre Erniedrigung im Zuge der „Revanche einer Männerwelt, die die eigene Schuld zu rächen sich erkühnt“ (Kraus). 



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