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PROGRAMMDETAIL

Dichter zu Gast – Daniel Kehlmann
Autoren und ihre dunklen Geheimnisse

Autorengespräch mit Michael Maar und Daniel Kehlmann
Autorengespräch mit Michael Maar und Daniel Kehlmann

AUFFÜHRUNG

  • 08. August 2009, 19:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Schloss Leopoldskron

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BESETZUNG

Daniel Kehlmann, Michael Maar

ZUR PRODUKTION

Michael Maar ist ein Schriftsteller, der über Bücher schreibt, außerdem ist er eine Art literarischer Detektiv: Er fand heraus, bei welchem Autor sich Vladimir Nabokov mehr als nur freimütig für seine Lolita bedient hatte, er deckte auf, dass der junge Thomas Mann womöglich an einem Gewaltverbrechen beteiligt war (wer diese These für widersinnig hält, hat Maars Blaubartzimmer eben noch nicht gelesen); wo Maar hinsieht, findet er vom Autor Verstecktes, Verschwiegenes, oft diesem selbst nicht ganz Bewusstes. Den oft so problematischen Rückschluss vom Geschriebenen auf das Gelebte zu ziehen versteht niemand so überzeugend wie er. Schriftsteller sind keine netten Leute, sie haben viel zu verbergen, und wer so genau liest wie Maar, macht die verblüffendsten Entdeckungen.

Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. 1997 erschien sein erster Roman Beerholms Vorstellung. Er hatte Poetik-Dozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter Der Spiegel, The Guardian, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Literaturen und Volltext. Sein Roman Ich und Kaminski war ein internationaler Erfolg, der Roman Die Vermessung der Welt, in bisher vierzig Sprachen übersetzt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin. Er kuratiert als „Dichter zu Gast“ das diesjährige Literaturprogramm der Salzburger Festspiele und hat unterschiedlichste Künstler eingeladen, mit ihm gemeinsam ihr Werk, ihren Blick auf die Welt, unsere Zeit und auch auf Österreich vorzustellen.
Werke: Beerholms Vorstellung. Roman. 1997 · Unter der Sonne. Erzählungen. 1998 · Mahlers Zeit. Roman. 1999 · Der fernste Ort. Novelle. 2001 · Ich und Kaminski. Roman. 2003 · Die Vermessung der Welt. Roman. 2005 · Wo ist Carlos Montúfar? Essays. 2005 · Diese sehr ernsten Scherze. Göttinger Poetikvorlesungen. 2006 · Ruhm. Roman. 2008



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