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PROGRAMMDETAIL

Dichter zu Gast – Daniel Kehlmann
Die Küste Utopias

Szenische Lesung und Autorengespräch mit Tom Stoppard, Adam Thirlwell und Daniel Kehlmann
Szenische Lesung und Autorengespräch mit Tom Stoppard, Adam Thirlwell und Daniel Kehlmann

In deutscher und englischer Sprache

Dauer: ca. 2 Stunden

AUFFÜHRUNG

  • 03. August 2009, 18:30 Uhr

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BESETZUNG

Daniel Kehlmann, Tom Stoppard, Adam Thirlwell

ZUR PRODUKTION

Tom Stoppard, international einer der meistgespielten Dramatiker, hat besonders mit seinen Stücken Arkadien, Die Küste Utopias und Rock'n'Roll Maßstäbe darin gesetzt, wie sich Geschichte und philosophische Ideen im Theater zum Leben erwecken lassen. Scheinbar kaum bühnentaugliche Stoffe gewinnen bei ihm dramatische Energie und emotionale Kraft, seine Auseinandersetzung mit dem Scheitern der großen Utopie gehört zum Subtilsten, was die Weltliteratur als Reaktion auf den Fall des Sozialismus hervorgebracht hat. Die deutschsprachige Lesung stellt Auszüge aus der Trilogie Die Küste Utopias vor.
Danach folgt ein Gespräch in Englisch zwischen Tom Stoppard, dem britischen Romancier Adam Thirlwell und Daniel Kehlmann zum Thema „Drama und Geschichte“. Stoppard und Thirlwell, Angehörige unterschiedlicher Generationen, haben viel gemeinsam: den spielerischen Blick auf historische Gestalten, ihre eminente Bildung, die sich gerne hinter angelsächsischer Gelassenheit versteckt, und nicht zuletzt den Umstand, dass sie Kunst in bester englischer Tradition als etwas Unterhaltsames auffassen, dem man den Ernst und die Mühen der Arbeit nicht mehr anmerken soll.

Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. 1997 erschien sein erster Roman Beerholms Vorstellung. Er hatte Poetik-Dozenturen in Mainz,Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter Der Spiegel, The Guardian, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Literaturen und Volltext. Sein Roman Ich und Kaminski war ein internationaler Erfolg, der Roman Die Vermessung der Welt, in bisher vierzig Sprachen übersetzt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin. Er kuratiert als „Dichter zu Gast“ das diesjährige Literaturprogramm der Salzburger Festspiele und hat unterschiedlichste Künstler eingeladen, mit ihm gemeinsam ihr Werk, ihren Blick auf die Welt, unsere Zeit und auch auf Österreich vorzustellen.
Werke: Beerholms Vorstellung. Roman. 1997 Unter der Sonne. Erzählungen. 1998 Mahlers Zeit. Roman. 1999 Der fernste Ort. Novelle. 2001 Ich und Kaminski. Roman. 2003 Die Vermessung der Welt. Roman. 2005 Wo ist Carlos Montúfar? Essays. 2005 Diese sehr ernsten Scherze. Göttinger Poetikvorlesungen. 2006 Ruhm. Roman. 2008



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