Joseph Haydn • Armida
Dramma eroico in drei Akten Hob. XXVIII:12
Wiederaufnahme
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer der Vorstellung: ca. 2,5 Stunden
PREMIERE
- 20. August 2009, 19:30 Uhr
- 22. August 2009, 19:30 Uhr
- 25. August 2009, 19:30 Uhr
- 27. August 2009, 19:30 Uhr
- 30. August 2009, 15:00 Uhr
Programm drucken (PDF)
Ivor Bolton, Musikalische Leitung
Christof Loy, Regie
Dirk Becker, Bühnenbild
Bettina Walter, Kostüme
Olaf Winter, Licht
Annika Haller, Dramaturgie
Jochen Heckmann, Choreographie
Annette Dasch, Armida
Michael Schade, Rinaldo
Mojca Erdmann, Zelmira
Vito Priante, Idreno
Richard Croft, Ubaldo
Bernard Richter, Clotarco
Mozarteumorchester Salzburg
Eine geheimnisvolle Zauberin aus dem Orient
verführt einen heldenhaften christlichen Ritter.
Dieser kehrt schließlich, nachdem er militärischen
Ruhm und Vaterland vergessen zu haben schien,
doch wieder zu seinem Heer zurück und will fortan
weiter gegen die Heiden kämpfen. – Unzählige Male
ist diese Geschichte von Armida und Rinaldo vertont
worden und über Jahrhunderte hinweg waren
Dichter, Komponisten und Publikum davon fasziniert.
Nun, da Orient und Okzident einander gleichermaßen
neugierig und feindlich näher kommen,
scheinen wir von Neuem empfänglich für die
Erzählung aus den Zeiten der Kreuzritter.
Haydns Oper schildert nicht Entstehen und Zerbrechen
einer großen Liebe, sondern beschäftigt sich
ausschließlich mit der finalen Krise einer Zweierbeziehung.
In quälender Ausführlichkeit wird beschrieben,
wie Held und Heldin sich immer mehr
voneinander entfernen: Rinaldo holt die eigene
Vergangenheit ein, der Kulturkreis, den er verlassen
hat; Armida wiederum liefert sich der Liebe aus,
verliert dabei aber immer mehr sich selbst, die
eigene Identität und damit auch an Attraktivität
für Rinaldo.
Somit offenbart sich das Dramma eroico als ein
Kammerspiel von archaischen Dimensionen und
Haydn als ein moderner Opernkomponist.
Christof Loy