Wolfgang A. Mozart • Le nozze di Figaro
Opera buffa in vier Akten KV 492
Wiederaufnahme
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer der Vorstellung: ca. 3 Stunden
PREMIERE
- 12. August 2009, 19:00 Uhr
- 16. August 2009, 18:00 Uhr
- 19. August 2009, 18:00 Uhr
- 22. August 2009, 15:00 Uhr
- 24. August 2009, 18:00 Uhr
- 29. August 2009, 18:00 Uhr
Programm drucken (PDF)
Daniel Harding, Musikalische Leitung
Claus Guth, Regie
Christian Schmidt, Bühnenbild und Kostüme
Olaf Winter, Licht
Ronny Dietrich, Dramaturgie
Ramses Sigl, Choreographie
Thomas Lang, Chöre
Gerald Finley, Il Conte Almaviva
Dorothea Röschmann, La Contessa Almaviva
Marlis Petersen, Susanna
Luca Pisaroni, Figaro
Katija Dragojevic, Cherubino
Franz-Josef Selig, Bartolo
Marie McLaughlin, Marcellina
Patrick Henckens, Basilio
Oliver Ringelhahn, Don Curzio
Adam Plachetka, Antonio
Eva Liebau, Barbarina
Uli Kirsch, Cherubim
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Mit Le nozze di Figaro schuf Mozart ein Welttheater
menschlicher Leidenschaften, das von der Urgewalt
des Eros zeugt. In dieser Oper gibt es alle Formen
von Liebe und Begierde, und die Menschen – exemplarisch
vorgeführt an vier Generationen – zerreißt
es förmlich zwischen Moral, Lust und Trieb. Die
Intensität, mit der Mozart im Figaro alle Spielarten
menschlicher Leidenschaften nicht nur zulässt,
sondern ihrer Unkontrollierbarkeit sogar das Wort
redet und sie in Extremen eskalieren lässt, entfernt
seine Oper weit von der Komödie Beaumarchais’.
Ich wollte daher den Figuren einerseits in ihren psychologischen
Hinterkeller folgen, zugleich aber sollte
den utopischen Momenten in der Musik Mozarts
Raum gelassen werden, die für mich das Besondere
der Figaro-Partitur ausmachen. Eine erfundene
Figur, eine Art Eros-Engel, verweist auf diese verwirrend
andere Dimension, die die Oper durchweht
und immer dann Platz greift, wenn die Akteure
sich in Situationen wiederfinden, die all ihrem vernunftgesteuerten
Wollen diametral entgegengesetzt
sind.
Claus Guth