Georg Friedrich Händel • Theodora
Oratorium in drei Teilen HWV 68
Neuinszenierung
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer der Vorstellung: ca. 3,5 Stunden
PREMIERE
- 31. Juli 2009, 18:30 Uhr
- 06. August 2009, 18:30 Uhr
- 09. August 2009, 18:30 Uhr
- 16. August 2009, 18:30 Uhr
- 21. August 2009, 18:30 Uhr
- 28. August 2009, 18:30 Uhr
Programm drucken (PDF)
Ivor Bolton, Musikalische Leitung
Christof Loy, Regie
Annette Kurz, Bühnenbild
Ursula Renzenbrink, Kostüme
Stefan Bolliger, Licht
Thomas Jonigk, Dramaturgie
Thomas Wilhelm, Choreographische Mitarbeit
Alois Glaßner, Chöre
Christine Schäfer, Theodora
Bejun Mehta, Didymus
Johannes Martin Kränzle, Valens
Joseph Kaiser, Septimius
Bernarda Fink, Irene
Ryland Davies, Messenger
Freiburger Barockorchester
Salzburger Bachchor
James McVinnie, Orgel
Antiochia, um das Jahr 305 unserer Zeit: Der römische
Gouverneur Valens befiehlt allen Bürgern, dem
Gott Jupiter Opfer darzubringen. Theodora, eine
weltentsagende Christin, weigert sich und soll daraufhin
ins örtliche Bordell gebracht werden, wo man
sie vergewaltigen will. Der sie begehrende Offizier
Didymus kann sie zwar befreien, doch am Ende
gehen beide freiwillig in den Tod: ihr letztes Refugium,
die Verheißung von göttlicher Liebe, innerem
Frieden und Ruhe.
Theodora, Händels zweitletztes, am 16. März 1750
uraufgeführtes Oratorium entsprach mit seinen
vorherrschenden Molltonarten nicht dem Unterhaltungsanspruch
des Londoner Publikums. Händel
und sein Librettist Thomas Morell erzählen anhand
zweier frühchristlicher Märtyrer von der Zerrissenheit
des Menschen, für den es auf der Suche nach
Liebe offenbar nur zwei Extreme gibt: jenseitige Entsagung
oder diesseitige, körperliche Lust. Zwischen
diesen Polen ereignet sich das menschliche Leben
mit seinen verwirrenden Spielarten der Liebe. „That
I might rest / For ever blest, / With harmony and love“,
hofft die inhaftierte Theodora angesichts des Todes.
In diesem Oratorium ist sie – die Liebe – in ihrer
Absolutheit vom Tod nicht mehr zu unterscheiden.
Thomas Jonigk