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PROGRAMMDETAIL

Niccolò Jommelli • Demofoonte

Dramma per musica in drei Akten

Neuinszenierung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Koproduktion mit dem Ravenna Festival und der Opéra National de Paris
Bühnenrechte: Ut Orpheus Edizioni, Bologna

PREMIERE

  • 29. Mai 2009, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNG

  • 31. Mai 2009, 19:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Haus für Mozart

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Riccardo Muti, Dirigent
Cesare Lievi, Regie
Margherita Palli, Bühnenbild
Marina Luxardo, Kostüme
Gigi Saccomandi, Licht

BESETZUNG

Dmitry Korchak, Demofoonte, König von Thrakien
Josè Maria Lo Monaco, Timante, vermeintlicher Sohn Demofoontes
Maria Grazia Schiavo, Dircea, heimliche Gattin Timantes
Antonio Giovannini, Matusio, vermeintlicher Vater Dirceas
Eleonora Buratto, Creusa, Prinzessin von Phrygien
Valentina Coladonato, Cherinto, Sohn Demofoontes
Valer Barna-Sabadus, Adrasto, Kommandant der königlichen Wache
Orchestra Giovanile Luigi Cherubini

ZUR PRODUKTION

Niccolò Jommelli gilt als einer der Begründer des klassischen Stils und früher Wegbereiter Haydns und Mozarts, vor allem was die Instrumentalmusik betrifft. „Er sprach ohne Wörter, und liess die Instrumente fort declamiren, wenn der Dichter schwieg“, charakterisierte ein Zeitgenosse Jommellis Stil. Geboren wurde Niccolò Jommelli 1714 in Aversa bei Neapel, 1774 ist er in Neapel, wo er auch seinen ersten Musikunterricht erhielt, verstorben. Früh machte er als Opernkomponist auf sich aufmerksam, komponierte Oratorien, wurde Mitglied der renommierten Accademia filarmonica in Bologna, ging über Vermittlung Johann Adolph Hasses als Kapellmeister nach Venedig und schließlich nach Rom, wo der zum Kardinal erhobene Herzog von York zu seinen Förderern zählte. Dieser ermöglichte Jommelli auch einen mehrmonatigen Aufenthalt in Wien. Hier lernte er Pietro Metastasio kennen und komponierte einige Werke für das Burgtheater. Seine wichtigsten Jahre verbrachte Jommelli als Hofkapellmeister am Württembergischen Hof in Stuttgart. Nach Zerwürfnissen mit Herzog Karl Eugen zog sich der „italienische Gluck“, wie Jommelli wegen seines Reformeifers zuweilen bezeichnet wird, zu seinen Geschwistern nach Aversa zurück und arbeitete zeitweilig für den portugiesischen Hof.

Jommellis Demofoonte liegt in nicht weniger als vier Versionen vor. In Salzburg realisiert Riccardo Muti die letzte, 1770 in Neapel erstmals aufgeführte Fassung der dreiaktigen Opera seria Demofoonte mit einem Libretto von Pietro Metastasio, das zu den am häufigsten vertonten Libretti aller Zeiten zählt.
Der Inhalt der Oper ist rasch skizziert: Demofoonte, der König von Thrakien, hat für das jährlich dem Gott Apoll darzubringende Opfer Dircea, die heimliche Gattin seines erstgeborenen Sohnes Timante, bestimmt und die phrygische Prinzessin Creusa als dessen Frau vorgesehen. Auf Creusa wiederum hat Demofoontes zweiter Sohn Cherinto ein Auge geworfen. Als Demofoonte von der heimlichen Vermählung Timantes mit Dircea erfährt, bleibt er zunächst bei seiner Entscheidung,  lenkt jedoch dank der Vermittlung von Creusa ein. Nachdem schließlich die wahren Verwandtschaftsverhältnisse enthüllt sind, werden die füreinander bestimmten Paare vereint – und Cherinto besteigt den Thron.





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