Nach Friedrich Schiller • Die Räuber
Neuinszenierung
In deutscher Sprache
Koproduktion mit dem Thalia Theater, Hamburg
Dauer der Vorstellung: 3,5 Stunden
PREMIERE
- 15. August 2008, 19:30 Uhr
- 16. August 2008, 19:30 Uhr
- 17. August 2008, 19:30 Uhr
- 19. August 2008, 19:30 Uhr
- 20. August 2008, 19:30 Uhr
- 21. August 2008, 19:30 Uhr
- 22. August 2008, 19:30 Uhr
- 23. August 2008, 19:30 Uhr
- 24. August 2008, 19:30 Uhr
Programm drucken (PDF)
Nicolas Stemann, Regie
Stefan Mayer, Bühnenbild
Esther Bialas, Kostüme
Claudia Lehmann, Video
Thomas Kürstner und Sebastian Vogel, Musik
Benjamin von Blomberg, Dramaturgie
Katharina Matz,
Christoph Bantzer,
Peter Maertens,
Maren Eggert,
Felix Knopp,
Philipp Hochmair,
Daniel Hoevels,
Alexander Simon,
Schillers Räuber sind auf höhere Schulen gegangen, bevor sie ihre niedrigen Taten begingen. So lange es eine bürgerliche Gesellschaft gab, hatte sie in dieser rabiaten Räuberbande ihr vermeintliches Gegenbild, und das Pathos dieser schrecklichen Gemeinschaft wirkt noch heute bedrohlich: Wo immer sich ein Gedanke aus Verzweiflung, Diskriminierung und Einsamkeit zu solcher Radikalität steigert, die letztlich selbst die Geliebte dem Gehorsam opfert, begegnen wir Karl Moors Unbedingtheitswahn wieder. Karl Moor ist, wie der Titelheld aus Schillers letztem Stück Don Carlos, ein früh an Geist und Gemüt gebrochener Mensch, ein loses Blatt im Winde seiner heftigen Gefühle, der am Ende ein reifes Menschsein erahnt, das zu leben ihm nicht mehr vergönnt ist. Und in dieser tragischen Situation ist Schillers Debütstück auch eine sehr deutsche Parabel darüber, wie die Abwesenheit eines Vaters ersetzt wird durch die Anwesenheit eines Führers, der "Reue und kein Erbarmen" fordert und sein Gefolge in den Krieg führt.