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PROGRAMMDETAIL

Antonín Dvořák • Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten

Neuinszenierung
In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer der Vorstellung: ca. 3 Stunden

PREMIERE

  • 17. August 2008, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 20. August 2008, 19:30 Uhr
  • 23. August 2008, 15:00 Uhr
  • 26. August 2008, 19:30 Uhr
  • 28. August 2008, 19:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Haus für Mozart

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Franz Welser-Möst, Dirigent
Jossi Wieler, Sergio Morabito, Regie
Barbara Ehnes, Bühnenbild
Anja Rabes, Kostüme
Olaf Freese, Licht
Chris Kondek, Video
Altea Garrido, Choreographie
Jörn Hinnerk Andresen, Chöre

BESETZUNG

Piotr Beczala, Prinz
Emily Magee, Die fremde Fürstin
Camilla Nylund, Rusalka
Alan Held, Vodník
Birgit Remmert, Jezibaba
Adam Plachetka, Förster
Eva Liebau, Küchenjunge
Daniel Schmutzhard, Jäger
Anna Prohaska, Erste Waldnymphe
Stephanie Atanasov, Zweite Waldnymphe
Hannah Esther Minutillo, Dritte Waldnymphe
The Cleveland Orchestra
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Mit Rusalka zog der 60-jährige Dvorák die Summe seines kompositorischen Schaffens: liedhafte, ariose und hochdramatische Momente verschmelzen mit dem unerhörten Reichtum eines symphonisch geprägten Orchestersatzes.
Die Oper erzählt das schaurige und todtraurige Märchen von der Wassernixe, die sich eine Seele wünscht, um der Liebe des Prinzen teilhaftig zu werden. Sie ist einer jener Elementargeister, die mit dem sinnenfeindlichen Kälteschock des Christentums als dämonisierte Natur dem Teufel anheim fielen. Aus dem Exil im böhmischen Wald, in dem sie mit den anderen Baum- und Quellnymphen, mit dem Wassermann, der früher ein Flussgott war, und der Hexe Jezibaba, der einst gütigen Göttin Hekate, herumspukt, sehnt sich Rusalka nach ihrer Menschwerdung. Hierzu muss sie einwilligen, "für aller Welt Gehör" stumm zu erscheinen. Erst mit dem Scheitern ihrer Liebe zu dem treulosen Prinzen realisiert sie, dass ihr durch diese Bedingung genau das verweigert wurde, was den Menschen zum Menschen werden lässt: das Sprechen. Ihr Sprachverlust, die Unmöglichkeit, ihre Geschichte aufnehmen zu können wie sie sich im Sprechen konstituiert, das sich an den anderen wendet, macht Rusalka zu einer der traumatisierten Frauengestalten jenes Fin de siècle, in dem Freud die Psychoanalyse erfand. 
Sergio Morabito



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