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PROGRAMMDETAIL

Wolfgang A. Mozart • Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten KV 527
Libretto von Lorenzo Da Ponte

Neuinszenierung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer der Vorstellung: ca. 3,5 Stunden

PREMIERE

  • 27. Juli 2008, 19:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 31. Juli 2008, 19:00 Uhr
  • 03. August 2008, 19:00 Uhr
  • 08. August 2008, 19:00 Uhr
  • 11. August 2008, 19:00 Uhr
  • 16. August 2008, 19:00 Uhr
  • 19. August 2008, 15:00 Uhr
  • 25. August 2008, 15:00 Uhr
  • 29. August 2008, 19:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Haus für Mozart

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Bertrand de Billy, Dirigent
Claus Guth, Regie
Christian Schmidt, Bühnenbild und Kostüme
Olaf Winter, Licht
Ronny Dietrich, Dramaturgie
Ramses Sigl, Choreografie
Thomas Lang, Chöre

BESETZUNG

Christopher Maltman, Don Giovanni
Anatoli Kotscherga, Il Commendatore
Annette Dasch, Donna Anna, Don Ottavios Verlobte
Svetlana Doneva (16.08, 19.08), Donna Anna, Don Ottavios Verlobte
Matthew Polenzani, Don Ottavio
Pavol Breslik (19.08, 25.08, 29.08), Don Ottavio
Dorothea Röschmann, Donna Elvira
Erwin Schrott, Leporello, Don Giovannis Diener
Ekaterina Siurina, Zerlina
Alex Esposito, Masetto
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Mit dem religiösen Drama El Burlador de Sevilla y Convidado de Piedra des Tirso de Molina betrat 1613 erstmals die Gestalt des Don Juan die Bühne, deren Herkunft jedoch im Dunkeln liegt: Während die einen ihn als einen der spanischen Volksfantasie entsprungenen Mythos betrachten, nennen andere Quellen als reales Vorbild einen Don Juan Tenorio aus Sevilla, einen leichtsinnigen Verführer und Genussmenschen aus der Zeit Don Pedros des Grausamen, der, als er den Gouverneur von Sevilla ermordet hatte, von Mönchen in ein Kloster gelockt und heimlich hingerichtet wurde. Darauf sprengte man das Gerücht aus, die Grabstatue des Ermordeten sei lebendig geworden und habe den Mörder bestraft. Wurde der Unhold zur Lust und Befriedigung des Publikums lange Zeit mit der Höllenfahrt gebührend bestraft, so misst Mozart ihm in seiner Oper eine neue Dimension zu. Bei ihm wird der Bösewicht zum ersten Mal nachgerade zum Sympathieträger – eine Spur, die nachfolgende Dichter und Denker aufgegriffen haben. Mozart wäre nicht Mozart, hätte er nicht auch in diesem Wesen den Funken Gottes entdeckt, und so mag die Frage erlaubt sein: Ist Mozarts Don Giovanni vielleicht doch kein Mythos, keine Ur-Gewalt, Eros oder Dionysos ähnlich, sondern nur ein Mensch wie wir, der um die Endlichkeit seiner Existenz weiß und deshalb seine Spanne Leben auskosten will? 
Ronny Dietrich



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