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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2013

Wiener Philharmoniker • Nikolaus Harnoncourt

Großes Festspielhaus

Interpreten: Nikolaus Harnoncourt, Dorothea Röschmann, Michael Schade, Florian Boesch, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Ernst Raffelsberger, Wiener Philharmoniker
Werke von Joseph Haydn

Wiener Philharmoniker • Zubin Mehta

Großes Festspielhaus

Interpreten: Zubin Mehta, Pinchas Zukerman, Wiener Philharmoniker
Werke von Wolfgang A. Mozart, Gustav Mahler

Wiener Philharmoniker • Christian Thielemann

Großes Festspielhaus

Interpreten: Christian Thielemann, Wiener Philharmoniker
Werke von Anton Bruckner

Wiener Philharmoniker • Riccardo Muti

Großes Festspielhaus

Interpreten: Riccardo Muti, Krassimira Stoyanova, Elīna Garanča, Piotr Beczala, Dmitry Belosselskiy, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Ernst Raffelsberger, Wiener Philharmoniker
Werke von Giuseppe Verdi

Wiener Philharmoniker • Lorin Maazel

Großes Festspielhaus

Interpreten: Lorin Maazel, Eva-Maria Westbroek, Peter Seiffert, Matti Salminen, Wiener Philharmoniker
Werke von Richard Wagner

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Wiener Philharmoniker

Verdi und Wagner: Dem Doppeljubiläum der beiden widersprüchlichen, die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts auf jeweils eigene Art ungemein prägenden Komponisten erweisen selbstverständlich auch die Wiener Philharmoniker, die tragende Säule der Salzburger Festspiele mit vier Opernproduktionen und ihrem Konzertzyklus, ihre Reverenz – gemeinsam mit erlesenen Solisten und Dirigenten. Vom lyrischen Siegfried-Idyll eingeleitet, erklingt da etwa unter Lorin Maazel der exemplarisch mitreißende erste Aufzug von Wagners Walküre, aus tiefer Verzweiflung mündend in eine alle Grenzen überschreitende Feier von Lust und Liebe – und steht Verdis Requiem gegenüber, dieser grandios-monumentalen, in ihrer mitfühlenden Subjektivität aber stets von fundamentalen Zweifeln unterfütterten Totenmesse, die Riccardo Muti zum Klingen bringt. Dazu zwei großartige, auf verschiedene Weise moderne 5. Symphonien: jene von Gustav Mahler – dirigiert von Zubin Mehta –, die mit einem Leichenzug anhebt, aber dann, ähnlich wie der erste Walküren-Aufzug, aus Nacht zum Licht durchbrechen kann. Und jene von Anton Bruckner, in welcher der oberösterreichische Meister die alten Künste von Choral und Kontrapunktik zu feierlich-religiöser Aura nützt und gleichsam einen klingenden Sakralbau von mystischer Wirkung schafft, für dessen zwingende Darstellung Christian Thielemann längst berühmt ist. Zum Auftakt aber tritt Nikolaus Harnoncourt zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten ans Pult, in dem der Mensch als Teil der Natur und ihres zyklischen Wandels dargestellt wird – gegossen in vielfach lautmalerische, unmittelbar verständliche Klänge im Sinne von Rousseaus Appell „Zurück zur Natur!“, der in unserer Zeit längst eine neue Dringlichkeit angenommen hat.

Walter Weidringer

EDITORIAL 2013

Das Konzert 2013

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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