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PROGRAMMDETAIL

Wiener Philharmoniker • Lorin Maazel

PROGRAMM

RICHARD WAGNER • Siegfried-Idyll E-Dur WWV 103

RICHARD WAGNER • Erster Akt aus Die Walküre WWV 86 B

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Lorin Maazel, Dirigent
Eva-Maria Westbroek, Sieglinde
Peter Seiffert, Siegmund
Matti Salminen, Hunding
Wiener Philharmoniker

Ohne Titel, © Eva Schlegel

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EDITORIAL 2013

Das Konzert 2013

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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Wiener Philharmoniker

Verdi und Wagner: Dem Doppeljubiläum der beiden widersprüchlichen, die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts auf jeweils eigene Art ungemein prägenden Komponisten erweisen selbstverständlich auch die Wiener Philharmoniker, die tragende Säule der Salzburger Festspiele mit vier Opernproduktionen und ihrem Konzertzyklus, ihre Reverenz – gemeinsam mit erlesenen Solisten und Dirigenten. Vom lyrischen Siegfried-Idyll eingeleitet, erklingt da etwa unter Lorin Maazel der exemplarisch mitreißende erste Aufzug von Wagners Walküre, aus tiefer Verzweiflung mündend in eine alle Grenzen überschreitende Feier von Lust und Liebe – und steht Verdis Requiem gegenüber, dieser grandios-monumentalen, in ihrer mitfühlenden Subjektivität aber stets von fundamentalen Zweifeln unterfütterten Totenmesse, die Riccardo Muti zum Klingen bringt. Dazu zwei großartige, auf verschiedene Weise moderne 5. Symphonien: jene von Gustav Mahler – dirigiert von Zubin Mehta –, die mit einem Leichenzug anhebt, aber dann, ähnlich wie der erste Walküren-Aufzug, aus Nacht zum Licht durchbrechen kann. Und jene von Anton Bruckner, in welcher der oberösterreichische Meister die alten Künste von Choral und Kontrapunktik zu feierlich-religiöser Aura nützt und gleichsam einen klingenden Sakralbau von mystischer Wirkung schafft, für dessen zwingende Darstellung Christian Thielemann längst berühmt ist. Zum Auftakt aber tritt Nikolaus Harnoncourt zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten ans Pult, in dem der Mensch als Teil der Natur und ihres zyklischen Wandels dargestellt wird – gegossen in vielfach lautmalerische, unmittelbar verständliche Klänge im Sinne von Rousseaus Appell „Zurück zur Natur!“, der in unserer Zeit längst eine neue Dringlichkeit angenommen hat.

Walter Weidringer